Endgültige Antidumpingzölle auf PBTC aus China

Die EU-Kommission hat mit der Durchführungsverordnung (EU) 2026/2088 endgültige Antidumpingzölle auf bestimmte Alkylphosphonsäuren und ihre Natriumsalze (PBTC) mit Ursprung in der Volksrepublik China eingeführt.

Welche Waren sind betroffen?

Erfasst werden 2-Phosphonobutan-1,2,4-tricarbonsäure und ihr Natriumsalz, fest oder in wässriger Lösung.

KN-Code: 2931 49 80
TARIC-Code: 2931 49 80 60
Ursprung: Volksrepublik China

Wie hoch sind die Antidumpingzölle?

Je nach Hersteller gelten folgende endgültige Zollsätze:

  • Jiyuan Qingyuan Water Treatment Co., Ltd.: 183,8 % – Zusatzcode 88CI
  • Nantong Uniphos Chemicals Co., Ltd.: 192,2 % – Zusatzcode 88CJ
  • Shandong Taihe Technologies Co., Ltd.: 156,7 % – Zusatzcode 88CK
  • andere mitarbeitende Hersteller: 173,8 %
  • alle übrigen Einfuhren aus China: 192,2 % – Zusatzcode 8999

Was müssen Importeure beachten?

Für die Anwendung der unternehmensspezifischen Antidumpingzollsätze muss eine gültige Handelsrechnung mit der vorgeschriebenen Herstellererklärung vorgelegt werden. Fehlt diese, gilt der Antidumpingzoll von 192,2 % für alle übrigen Einfuhren aus China.

Die bereits geleisteten Sicherheiten für die vorläufigen Antidumpingzölle werden bis zur Höhe der endgültigen Zölle vereinnahmt. Eine darüber hinausgehende rückwirkende Erhebung für die zuvor zollamtlich erfassten Einfuhren erfolgt nicht.

Die neuen endgültigen Antidumpingzölle gelten seit dem 22. September 2026.

Wouros & Partner – Zoll- und Außenwirtschaftsberatung unterstützt Unternehmen bei der Prüfung von Antidumpingmaßnahmen, der zutreffenden TARIC-Codierung und den erforderlichen Nachweisen.

Quelle / Rechtshinweis:
Nur die im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlichte Fassung von Dokumenten der Europäischen Union ist verbindlich. Die Verbindlichkeit des Amtsblatts der Europäischen Union ist in der Verordnung (EU) Nr. 216/2013 des Rates vom 7. März 2013 geregelt. © Europäische Union, 1998–2026

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Antidumpingzoll auf Verbindungselemente aus China: neuer Hersteller aufgenommen

Die EU-Kommission hat die bestehenden Antidumpingmaßnahmen auf bestimmte Verbindungselemente aus Eisen oder Stahl mit Ursprung in China geändert. Mit der Durchführungsverordnung (EU) 2026/2089 wird ein weiterer chinesischer Hersteller in die Liste der mitarbeitenden ausführenden Hersteller aufgenommen.

Was ändert sich?

Neu aufgenommen wurde:

Carrey Intelligent Manufacturing (Jiashan) Co., Ltd.
Antidumpingzoll: 39,6 %
TARIC-Zusatzcode: 88FN

Die EU-Kommission hat geprüft, dass das Unternehmen die Voraussetzungen für die Behandlung als neuer ausführender Hersteller erfüllt. Damit gilt für dessen betroffene Waren der Zollsatz von 39,6 % für mitarbeitende Unternehmen, die bei der ursprünglichen Untersuchung nicht in die Stichprobe einbezogen waren.

Für die als „alle anderen Unternehmen“ erfassten Hersteller beträgt der Antidumpingzoll weiterhin 86,5 %.

Welche Waren sind betroffen?

Die bestehenden Maßnahmen betreffen bestimmte Verbindungselemente aus Eisen oder Stahl unter KN 7318, insbesondere bestimmte Schrauben, Bolzen und Unterlegscheiben.

Erfasst sind die KN-Codes 7318 12 90, 7318 14 91, 7318 14 99, 7318 15 58, 7318 15 68, 7318 15 82, 7318 15 88, ex 7318 15 95, ex 7318 21 00 und ex 7318 22 00.

Bei den mit „ex“ gekennzeichneten Positionen ist der konkrete TARIC-Warenkreis zu prüfen.

Was sollten Importeure beachten?

Importeure sollten bei betroffenen Einfuhren aus China insbesondere KN-/TARIC-Code, Ursprung, Hersteller und TARIC-Zusatzcode überprüfen. Der korrekten Herstellerzuordnung kommt wegen der unterschiedlichen Antidumpingzollsätze erhebliche Bedeutung zu.

Die Änderung gilt seit dem 22. September 2026.

Wouros & Partner – Zoll- und Außenwirtschaftsberatung unterstützt Unternehmen bei der Prüfung von Antidumpingmaßnahmen und der korrekten Anwendung des TARIC.

Quelle

Durchführungsverordnung (EU) 2026/2089 der Kommission vom 18. September 2026, ABl. L vom 21. September 2026; Durchführungsverordnung (EU) 2022/191.

ATLAS-IMPOST: Zölle derzeit nur monatlich kumuliert auf dem Aufschubkonto

Mit der ATLAS-Info 0990/2026 vom 3. September 2026 informiert die Zollverwaltung über eine Besonderheit bei der Verbuchung aufgeschobener Zölle in ATLAS-IMPOST.

Wouros & Partner weist Unternehmen mit Aufschubkonten darauf hin, diese Besonderheit insbesondere bei der Abstimmung ihrer Zollvorgänge zu berücksichtigen.

Was ist geregelt?

Die seit 1. Juli 2026 über ATLAS-IMPOST erhobenen Zölle werden derzeit nicht einzeln je Zollanmeldung auf dem Aufschubkonto verbucht.

Stattdessen werden die innerhalb eines Monats aufgeschobenen Zollbeträge am Monatsende je Aufschubkonto und Aufschubnehmer kumuliert an die Bundeskasse übermittelt.

Im Kontoauszug erscheint daher nur ein monatlich kumulierter Zollbetrag. Die zugehörigen Einzeltransaktionen können weiterhin anhand der über ATLAS übermittelten Steuerbescheide nachvollzogen werden.

Wichtig: EUSt ist nicht betroffen

Die Regelung betrifft die aufgeschobenen Zollbeträge.

Die über ATLAS-IMPOST aufgeschobenen Einfuhrumsatzsteuerbeträge (EUSt) werden weiterhin einzeln je Zollanmeldung übermittelt.

Wie lange gilt die Übergangslösung?

Die Zollverwaltung arbeitet daran, auch für Zölle wieder eine Einzelbuchung je Zollanmeldung beziehungsweise Einfuhrabgabenbescheid zu ermöglichen.

Nach aktuellem Stand soll die technische Umsetzung voraussichtlich ab Mitte 2027 abgeschlossen sein.

Was ist zu tun?

Unternehmen sollten bei der Abstimmung ihrer Aufschubkonten berücksichtigen, dass die monatliche Zollbuchung derzeit nicht unmittelbar den einzelnen Zollanmeldungen entspricht.

Für die Zuordnung und Kontrolle der Einzelbeträge sind deshalb die jeweiligen Einfuhrabgabenbescheide heranzuziehen.

Quelle: ITZBund, ATLAS-Info 0990/2026 vom 03.09.2026 – ATLAS-Einfuhr, IMPOST, Zahlungsaufschub des Zolls, kumulierte Buchung.

ATLAS: Unterlagen bei Zollkontingenten rechtzeitig vorlegen

Mit der ATLAS-Info 0986/2026 vom 24. August 2026 informiert die Zollverwaltung über die Vorlagepflicht von Unterlagen bei der Beantragung von Zollkontingenten im sogenannten Windhundverfahren.

Wouros & Partner weist Unternehmen darauf hin, dass die erforderlichen Nachweise bereits im Zeitpunkt der Annahme der Zollanmeldung vorliegen und vorgelegt werden müssen.

Was ist geregelt?

Die bisherige ATLAS-Info 0178/21 vom 7. Mai 2021 wird aufgehoben. Die maßgeblichen Vorgaben zur Vorlage von Unterlagen ergeben sich nun aus der Verfahrensanweisung ATLAS, insbesondere Abschnitt 3.1.2 Absatz 5.

Danach müssen alle Unterlagen, die für die Gewährung eines Zollkontingents im Windhundverfahren erforderlich sind, zum Zeitpunkt der Annahme der Zollanmeldung vorgelegt werden.

Welche Unterlagen sind erforderlich?

Welche Nachweise konkret benötigt werden, richtet sich nach dem jeweiligen Zollkontingent und der zugrunde liegenden EU-Verordnung.

Die erforderlichen Unterlagen können außerdem im EZT-Online unter den jeweiligen „Bedingungen“ beziehungsweise über die Verlinkung „Präferenzpapier“ geprüft werden.

Was ist zu tun?

Unternehmen, die Zollkontingente im Windhundverfahren nutzen, sollten bereits vor Abgabe der Zollanmeldung prüfen, welche Unterlagen für das jeweilige Kontingent erforderlich sind und sicherstellen, dass diese vollständig verfügbar sind.

Eine nachträgliche Beschaffung der erforderlichen Nachweise kann problematisch sein, da für die Vorlage ausdrücklich auf den Zeitpunkt der Annahme der Zollanmeldung abgestellt wird.

Quelle: ITZBund, ATLAS-Info 0986/2026 vom 24.08.2026 – ATLAS-Einfuhr, Zollkontingente, Vorlagepflicht von Unterlagen.

Rechtlicher Hinweis: Maßgeblich sind die jeweilige EU-Verordnung, die aktuellen Vorgaben der Verfahrensanweisung ATLAS sowie die im EZT-Online hinterlegten Bedingungen.

ATLAS: Produktkennungen bei Fernverkäufen ab November 2026 verpflichtend

Mit der ATLAS-Info 0984/2026 vom 20. August 2026 informiert die Zollverwaltung über neue Pflichtangaben bei der Einfuhr von Waren, die im Fernverkauf verkauft werden.

Wouros & Partner weist betroffene Unternehmen darauf hin, ihre Zoll- und IT-Prozesse rechtzeitig anzupassen. Die zunächst freiwilligen Angaben werden ab 1. November 2026 verpflichtend.

Was ist geregelt?

Betroffen sind Waren, die im Fernverkauf von eingeführten Gegenständen im Sinne des Art. 14 Abs. 4 Nr. 2 der Richtlinie 2006/112/EG verkauft werden.

Für diese Waren müssen künftig zusätzliche Produktkennungen in ATLAS-Zollbehandlung und ATLAS-IMPOST angegeben werden.

Pro betroffenem Artikel sind grundsätzlich folgende Unterlagencodierungen erforderlich:

  • C127 – Produktidentifikator des Handelsprodukts
  • C128 – nicht standardisierte Produktkennung des Herstellers
  • C129 – standardisierte Produktkennung des Herstellers

Existiert keine standardisierte Produktkennung des Herstellers, ist anstelle von C129 die Codierung Y081 anzugeben.

Mehrere Artikel in einer Position

Werden mehrere unterschiedliche Artikel in einer Zollposition zusammengefasst, müssen die jeweiligen Produktkennungen für jeden Artikel einzeln angemeldet werden.

Bei ATLAS-IMPOST gelten zusätzliche technische Vorgaben für die Zuordnung der Produktkennungen zur jeweiligen Position.

Ab wann gilt die Verpflichtung?

Die Produktkennungen können bereits seit 1. Juli 2026 freiwillig angegeben werden.

Ab 1. November 2026 wird die Angabe für die betroffenen Fernverkäufe verpflichtend – unabhängig vom Wert der Ware.

Was ist zu tun?

Betroffene Unternehmen und Zollanmelder sollten frühzeitig prüfen, ob die erforderlichen Händler- und Herstellerkennungen in ihren Stammdaten vorhanden sind und an ATLAS übermittelt werden können.

Besonders bei Sammelpositionen mit mehreren Artikeln muss sichergestellt werden, dass sämtliche erforderlichen Produktkennungen korrekt zugeordnet werden.

Quelle: ITZBund, ATLAS-Info 0984/2026 vom 20.08.2026; Delegierte Verordnung (EU) 2026/1022 zur Änderung der Delegierten Verordnung (EU) 2015/2446.

Rechtlicher Hinweis: Maßgeblich sind die geltenden unionsrechtlichen Vorschriften sowie die aktuellen Vorgaben der deutschen Zollverwaltung.

EU aktualisiert harmonisierte Normen für Funkanlagen

Die Europäische Kommission hat mit dem Durchführungsbeschluss (EU) 2026/2003 die Liste der harmonisierten Normen für Funkanlagen aktualisiert. Betroffen sind unter anderem Funkortungsgeräte, Basisstationen für die zellulare Kommunikation, Ultraweitbandgeräte (UWB), feste Funksysteme, Tankfüllstandsradare, Verstärker, aktive Antennen und Anlagen der Flugverkehrskontrolle.

Wouros & Partner weist betroffene Unternehmen darauf hin, die für ihre Produkte verwendeten harmonisierten Normen zu überprüfen.

Was ist geregelt?

Der Beschluss ändert den Durchführungsbeschluss (EU) 2022/2191 über harmonisierte Normen zur Unterstützung der Funkanlagenrichtlinie 2014/53/EU.

Neu beziehungsweise in aktualisierter Fassung aufgenommen werden verschiedene Normen von ETSI und CENELEC. Die Anwendung veröffentlichter harmonisierter Normen kann eine Konformitätsvermutung hinsichtlich der von der jeweiligen Norm erfassten grundlegenden Anforderungen der Funkanlagenrichtlinie begründen.

Bei einzelnen Normen gelten allerdings ausdrückliche Einschränkungen. Dies betrifft insbesondere EN 301 489-5 V2.3.1, EN 301 489-13 V2.1.1 und EN 301 489-50 V2.4.1.

Wen betrifft das?

Betroffen sind insbesondere Hersteller und andere Wirtschaftsakteure, die entsprechende Funkanlagen in der Europäischen Union bereitstellen und bei der Konformitätsbewertung harmonisierte Normen anwenden.

Fristen und Geltung

Der Durchführungsbeschluss ist am 7. September 2026 in Kraft getreten.

Für die Streichung bestimmter bisheriger Normreferenzen gilt eine Übergangsfrist bis zum 7. März 2028. Damit erhalten Hersteller Zeit, notwendige Anpassungen vorzunehmen.

Was ist zu tun?

Unternehmen sollten prüfen, ob für ihre Funkanlagen bisherige Normfassungen verwendet werden, die durch neue Fassungen ersetzt werden. Dabei sind auch die ausdrücklich festgelegten Einschränkungen der Konformitätsvermutung zu beachten.

Erforderlichenfalls sind Prüfungen, technische Dokumentationen und Konformitätsbewertungen an die aktualisierten Normen anzupassen.

Quelle: Durchführungsbeschluss (EU) 2026/2003 der Kommission vom 4. September 2026, ABl. L vom 7. September 2026.

Rechtlicher Hinweis: Maßgeblich ist die im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlichte Fassung. Die elektronische Ausgabe des Amtsblatts ist gemäß Verordnung (EU) Nr. 216/2013 verbindlich.

Libyen-Sanktionen: Schiff AVAX in EU-Sanktionsliste aufgenommen

Die Europäische Union hat die restriktiven Maßnahmen gegenüber Libyen erneut angepasst. Mit der Durchführungsverordnung (EU) 2026/1941 wurde das Schiff AVAX in Anhang V der Verordnung (EU) 2016/44 aufgenommen.

Das Schiff trägt die IMO-Nummer 9058713 und fährt unter der Flagge Kameruns. Die Benennung durch den zuständigen VN-Sanktionsausschuss erfolgte am 22. Juli 2026.

Welche Verbote gelten für AVAX?

Mit der Listung sind insbesondere folgende Maßnahmen verbunden:

  • Verbot des Ladens, Beförderns oder Entladens von Erdöl,
  • Verbot des Einlaufens in Häfen,
  • Verbot der Erbringung von Bunker- und Schleppdiensten,
  • Verbot bestimmter Finanztransaktionen im Zusammenhang mit Erdöl.

Die Benennung gilt grundsätzlich bis zum 22. Juli 2027, sofern sie nicht zuvor durch den zuständigen Sanktionsausschuss aufgehoben wird.

Für Unternehmen aus den Bereichen Schifffahrt, Logistik, Hafenwirtschaft, Bunkerversorgung, Finanzierung und Rohstoffhandel ist die Aufnahme besonders relevant. Vor Geschäften mit Schiffen mit Libyen-Bezug sollte daher nicht nur der Vertragspartner, sondern auch das konkret eingesetzte Schiff einschließlich IMO-Nummer gegen die einschlägigen Sanktionslisten geprüft werden.

Haben Sie Geschäfts- oder Transportvorgänge mit Libyen-Bezug?

Wouros & Partner unterstützt Sie bei der Prüfung von Libyen-Geschäften, Schiffslistungen und sonstigen sanktionsrechtlichen Beschränkungen sowie bei der Bewertung konkreter Transport- und Handelsvorgänge. Sprechen Sie uns gerne an.

Quelle / Rechtshinweis

Quelle: Verordnung (EU) 2016/44 des Rates vom 18. Januar 2016 über restriktive Maßnahmen angesichts der Lage in Libyen, zuletzt geändert durch die Durchführungsverordnung (EU) 2026/1941 der Kommission vom 7. August 2026, ABl. L vom 07.08.2026.

Rechtshinweis: Nur die im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlichte Fassung von Dokumenten der Europäischen Union ist verbindlich. Die Verbindlichkeit des Amtsblatts der Europäischen Union ist in der Verordnung (EU) Nr. 216/2013 des Rates vom 7. März 2013 geregelt. © Europäische Union, 1998–2026

EU aktualisiert Sanktionsliste zu ISIL und Al-Qaida

Die Europäische Kommission hat mit der Durchführungsverordnung (EU) 2026/1960 vom 20. August 2026 den Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 881/2002 aktualisiert.

Die Verordnung enthält restriktive Maßnahmen gegen bestimmte Personen, Gruppen und Organisationen, die mit ISIL (Da’esh) oder Al-Qaida in Verbindung stehen.

Was wurde geändert?

Mit der Durchführungsverordnung (EU) 2026/1960 wurden Angaben zu bereits gelisteten Personen und Organisationen aktualisiert. Es handelt sich bei den in der vorliegenden konsolidierten Fassung ausgewiesenen Änderungen um Textänderungen bestehender Listeneinträge, nicht um deren Streichung.

Betroffen sind unter anderem Einträge zu ISIL-Khorasan (ISIL-K) und Ummah Tameer E-Nau (UTN) sowie zu mehreren natürlichen Personen.

Was bedeutet das für Unternehmen?

Nach Art. 2 der Verordnung (EG) Nr. 881/2002 sind Gelder und wirtschaftliche Ressourcen der erfassten Personen und Organisationen einzufrieren. Ihnen dürfen grundsätzlich auch weder unmittelbar noch mittelbar Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden oder zugutekommen.

Die Aktualisierung zeigt erneut, warum eine Sanktionslistenprüfung nicht ausschließlich anhand eines Namens erfolgen sollte. Geänderte Aliasnamen, Anschriften und weitere Identifikationsmerkmale müssen bei der Prüfung berücksichtigt werden.

Unterstützung bei der Sanktionslistenprüfung

Wouros & Partner unterstützt Unternehmen bei der Einrichtung und Überprüfung ihrer Sanktionslistenprozesse sowie bei der Bewertung möglicher Treffer und der rechtlichen Einordnung von Geschäftsvorgängen. Sprechen Sie uns gerne an.

Quelle / Rechtshinweis

Quelle: Verordnung (EG) Nr. 881/2002 des Rates vom 27. Mai 2002, zuletzt geändert durch die Durchführungsverordnung (EU) 2026/1960 der Kommission vom 20. August 2026, veröffentlicht im Amtsblatt der Europäischen Union am 21. August 2026.

Rechtshinweis: Nur die im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlichte Fassung von Dokumenten der Europäischen Union ist verbindlich. Die Verbindlichkeit des Amtsblatts der Europäischen Union ist in der Verordnung (EU) Nr. 216/2013 des Rates vom 7. März 2013 geregelt. © Europäische Union, 1998–2026

EORI-Anträge ab 1. Oktober 2026 grundsätzlich nur noch über das Zoll-Portal

Ab dem 1. Oktober 2026 ändert sich das Verfahren rund um die EORI-Nummer. Die Beantragung und Beendigung einer EORI-Nummer sowie die Änderung von EORI-Stammdaten müssen grundsätzlich über das Zoll-Portal erfolgen.

Was ändert sich konkret?

Unternehmen und Privatpersonen müssen entsprechende Anträge ab dem 1. Oktober 2026 grundsätzlich elektronisch über die EORI-Nr.-Verwaltung im Zoll-Portal stellen.

Für die Registrierung im Zoll-Portal ist eine digitale Identifizierung erforderlich. Die ATLAS-Information nennt hierfür beispielsweise ELSTER, Online-Ausweis oder BundID.

Die elektronische Abwicklung betrifft insbesondere:

Beantragung einer EORI-Nummer, Änderung der Stammdaten sowie Beendigung einer EORI- oder Niederlassungsnummer. Die entsprechenden Funktionen befinden sich im Zoll-Portal unter „Dienstleistungen“ in der „EORI-Nr.-Verwaltung“.

Was passiert mit dem bisherigen Formular 0870?

Der bisherige Vordruck in der Formularversion 0870 darf ab dem 1. Oktober 2026 grundsätzlich nur noch im Ausfallverfahren verwendet werden, wenn das Zoll-Portal nicht zur Verfügung steht.

Eine Besonderheit besteht für Beteiligte aus Drittländern. Können diese keinen Zugang zum Zoll-Portal über die vorgesehenen Identifizierungsmöglichkeiten erhalten, kann ebenfalls das Ausfallverfahren genutzt werden. Dem Antrag ist dann eine formlose Begründung zum Erfordernis und zur Zuständigkeit der deutschen Zollverwaltung beizufügen.

Müssen Sie eine EORI-Nummer beantragen oder Ihre Unternehmensdaten ändern?

Wouros & Partner unterstützt Sie bei Fragen zur EORI-Registrierung, bei Änderungen Ihrer zollrechtlichen Unternehmensdaten und bei der Klärung, welches Verfahren für Ihren konkreten Fall anzuwenden ist. Sprechen Sie uns gerne an.

Quelle

ITZBund, ATLAS-Information vom 09.06.2026 – „EORI-Nummer – Verpflichtung zur Nutzung des Zoll-Portals ab dem 01.10.2026“.

ATLAS: 3 Euro Einfuhrzoll für Sendungen mit geringem Wert

Mit der ATLAS-Info 0970/2026 vom 30. Juni 2026 informiert die Zollverwaltung über die technische Umsetzung der Abschaffung der Zollbefreiung für Sendungen mit geringem Wert bis 150 Euro.

Ab dem 1. Juli 2026, 00:00 Uhr, werden entsprechende Änderungen in den ATLAS-Fachverfahren IMPOST, ZB, AEGZ und NEE wirksam.

3 Euro Einfuhrzoll je Position

Für die betroffenen Zollanmeldungen hat die Änderung nach der ATLAS-Info die Berechnung und Erhebung eines Einfuhrzolls von 3 Euro je Position zur Folge.

Entscheidend ist dabei der Zeitpunkt der Zollanmeldung: Die neue Regelung wird auf entsprechende Zollanmeldungen angewendet, die ab dem 1. Juli 2026 um 00:00 Uhr angenommen werden.

Gerade die Berechnung je Position ist für Unternehmen von praktischer Bedeutung. Enthält eine Zollanmeldung mehrere Positionen, ist daher nicht lediglich ein pauschaler Betrag von 3 Euro je Sendung zugrunde zu legen.

Die Änderung betrifft nach der ATLAS-Information die Fachverfahren:

ATLAS-IMPOST, ZB, AEGZ und NEE.

Für die weiteren Einzelheiten verweist das ITZBund ausdrücklich auf die ATLAS-Teilnehmerinfo 0966/2026 vom 11. Juni 2026.

Sind Ihre Einfuhrprozesse von der neuen 3-Euro-Regelung betroffen?

Wouros & Partner unterstützt Sie bei der Prüfung, ob Ihre Einfuhren unter die neue Regelung für Sendungen mit geringem Wert fallen und welche Auswirkungen sich für Ihre Zollanmeldungen und Einfuhrprozesse ergeben. Sprechen Sie uns gerne an.

Quelle

ITZBund, ATLAS-Info 0970/2026 vom 30.06.2026 – „ATLAS-Einfuhr: Abschaffung der Zollbefreiung für Sendungen mit geringem Wert“.