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EU leitet Antidumpingverfahren gegen Schraub- und Steckregale aus Stahl aus China ein
Quelle: Amtsblatt der Europäischen Union, Bekanntmachung C/2026/3097 vom 10. Juni 2026 zur Einleitung eines Antidumpingverfahrens betreffend Einfuhren von Schraub- und Steckregalen aus Stahl mit Ursprung in der Volksrepublik China.
Die Europäische Kommission hat ein Antidumpingverfahren gegen Einfuhren von Schraub- und Steckregalen aus Stahl mit Ursprung in China eingeleitet. Grundlage ist ein Antrag des European Metal Shelving Manufacturers’ Defence Committee vom 27. April 2026.
Betroffen sind Schraub- und Steckregale aus Stahl sowie bestimmte Bauteile, insbesondere Wandschienen und Stahltraversen. Die Waren werden derzeit unter den KN-Codes ex 9403 20 80 und ex 9403 99 10 beziehungsweise den TARIC-Codes 9403 20 80 20 und 9403 99 10 20 geführt.
Die Kommission prüft, ob chinesische Hersteller die betroffenen Waren zu gedumpten Preisen in die Europäische Union ausführen und dadurch der Wirtschaftszweig der Union geschädigt wird. Zusätzlich werden mögliche Verzerrungen des Rohstoffangebots untersucht, insbesondere bei kaltgewalzten und feuerverzinkten Stahlcoils.
Für Importeure und Verwender ist das Verfahren besonders relevant, weil die Kommission beabsichtigt, die Einfuhren frühzeitig zollamtlich erfassen zu lassen. Eine solche Erfassung kann später zur rückwirkenden Erhebung endgültiger Antidumpingzölle führen.
Die Untersuchung betrifft den Zeitraum vom 1. April 2025 bis zum 31. März 2026. Der Bezugszeitraum für die Schadensanalyse beginnt bereits am 1. Januar 2022. Die Untersuchung soll grundsätzlich innerhalb eines Jahres, spätestens jedoch innerhalb von 14 Monaten nach Veröffentlichung der Bekanntmachung abgeschlossen werden. Vorläufige Maßnahmen können spätestens nach sieben beziehungsweise in Ausnahmefällen nach acht Monaten eingeführt werden.
Unternehmen, die Schraub- und Steckregale aus Stahl aus China einführen, verwenden oder vertreiben, sollten ihre Warenklassifizierung, Lieferantenbeziehungen, Einkaufspreise, Liefermengen und Zollunterlagen zeitnah prüfen. Auch bestehende und geplante Lieferverträge sollten auf mögliche Antidumpingrisiken bewertet werden.
Wouros & Partner unterstützt Unternehmen bei der Prüfung von Antidumpingverfahren, TARIC-Codes, zollamtlicher Erfassung, Lieferkettenrisiken und der Bewertung möglicher Auswirkungen auf Importprozesse und Einkaufskalkulationen.
Rechtshinweis:
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