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EU ordnet zollamtliche Erfassung von Kupferrohren aus China, Mexiko, Vietnam und Usbekistan an
Durchführungsverordnung (EU) 2026/1161 der Kommission vom 22. Mai 2026 zur zollamtlichen Erfassung der Einfuhren von Rohren aus Kupfer mit Ursprung in der Volksrepublik China, Mexiko, Vietnam und Usbekistan, ABl. L 2026/1161 vom 26.05.2026.
Die Europäische Kommission hat mit der Durchführungsverordnung (EU) 2026/1161 die zollamtliche Erfassung bestimmter Einfuhren von Rohren aus Kupfer angeordnet. Betroffen sind Rohre aus raffiniertem Kupfer in gespulten Coils, glatt oder mit Innenrillen, nicht weiterverarbeitet, mit Ursprung in der Volksrepublik China, Mexiko, Vietnam und Usbekistan.
Die Ware wird derzeit unter dem KN-Code ex 7411 10 90 und dem TARIC-Code 7411 10 90 10 eingereiht. Die Codes werden in der Verordnung ausdrücklich nur informationshalber und unbeschadet einer späteren Änderung der zolltariflichen Einreihung genannt.
Hintergrund ist ein Antidumpingverfahren, das die Kommission am 12. März 2026 eingeleitet hatte. Der Antrag wurde vom EU Copper Tubes Defence Committee im Namen von Herstellern gestellt, auf die mehr als 25 % der Unionsproduktion von Kupferrohren entfallen.
Die zollamtliche Erfassung dient dazu, eine mögliche spätere rückwirkende Erhebung von Antidumpingzöllen auf die erfassten Einfuhren zu ermöglichen. Ob tatsächlich rückwirkende Zölle erhoben werden, wird erst im weiteren Verlauf der Antidumpinguntersuchung geprüft.
Nach den im Antrag genannten Berechnungen werden Dumpingspannen von 5 % bis 35 % und Schadensbeseitigungsschwellen von 8 % bis 20 % geschätzt. Die Kommission stellt jedoch klar, dass diese Werte nur Informationszwecken dienen und keine belastbare Erwartung hinsichtlich der späteren Zollhöhe begründen.
Für Importeure ist die Verordnung besonders relevant, weil Einfuhren der betroffenen Ware ab Inkrafttreten der Verordnung zollamtlich erfasst werden. Die Erfassung endet neun Monate nach Inkrafttreten der Verordnung.
Unternehmen sollten deshalb ihre Einfuhren von Kupferrohren aus China, Mexiko, Vietnam und Usbekistan prüfen, insbesondere Ursprung, Zolltarifnummer, TARIC-Code, Lieferantenstruktur, Einkaufspreise, Vertragsbedingungen und mögliche Rückstellungsrisiken für spätere Antidumpingzölle.
Wouros & Partner unterstützt Unternehmen bei der Prüfung von Antidumpingverfahren, zollamtlicher Erfassung, KN-/TARIC-Codes, Ursprung, Einfuhrprozessen und zollrechtlichen Risiken im Außenhandel.
Rechtshinweis:
Nur die im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlichte Fassung von Dokumenten der Europäischen Union ist verbindlich. Die Verbindlichkeit des Amtsblatts der Europäischen Union ist in der Verordnung (EU) Nr. 216/2013 des Rates vom 7. März 2013 geregelt. © Europäische Union, 1998–2026.






