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19. EU-Sanktionspaket gegen Russland (23. Oktober 2025)
Der Rat der Europäischen Union hat am 23. Oktober 2025 das 19. Sanktionspaket verabschiedet. Es erweitert bestehende restriktive Maßnahmen im Bereich Energie, Finanzdienstleistungen, Logistik und Dual-Use-Güter, um die russische Kriegswirtschaft weiter zu schwächen.
Kernaussagen des Sanktionspakets
Energie- und Rohstoffsektor
Verbot neuer oder verlängerter LNG-Lieferverträge mit Russland ab 1. Januar 2027.
Erweiterte Transaktionsverbote gegen Rosneft, Gazprom Neft und ein tatarisches Öl-Konglomerat.
Sanktionen gegen bestimmte chinesische Raffinerien und Händler, die russisches Öl weiterverarbeiten.
Finanz- und Zahlungsverkehr
Verordnung (EU) 2025/2037 untersagt Transaktionen mit der Kryptowährung Stablecoin A7A5, die zur Sanktionsumgehung genutzt wurde.
Fünf weitere russische Banken sowie Institute aus Tadschikistan, Kirgisistan, den VAE und Hongkong unterliegen Finanzsanktionen.
Zahlungen über die russischen Systeme „Mir“ und „Fast Payments System (SBP)“ sind untersagt.
Unterstützungsverbot für russische Sonderwirtschaftszonen mit militärischem Bezug.
Logistik und maritime Wirtschaft
Listung von Litasco Middle East DMCC (VAE) als Akteur der sogenannten Schattenflotte.
Hafenzugangsverbot für 117 weitere Schiffe – insgesamt nun 557 betroffen.
Rückversicherungsverbot für Schiffe mit Bezug zur Schattenflotte.
Drittlandsgeschäfte & Exportkontrolle
Sanktionen gegen Unternehmen aus China, Indien, Thailand und den VAE, die Dual-Use-Güter oder militärische Komponenten nach Russland liefern.
Erweiterte Belarus-Maßnahmen: Anpassung an das Russland-Regime, insbesondere Software-Bereitstellungsverbote in sensiblen Bereichen (Banking, KI, Quantencomputing).
Personen- und Reisesanktionen
Neue Listungskriterien gegen Verantwortliche für die Deportation ukrainischer Kinder und deren Zwangsassimilation.
Verschärfte Reisebeschränkungen für russische Diplomaten im Schengen-Raum (Meldepflicht vor Reisen).






